Der Naturgarten ist ausgesprochen pflegeleicht. Allerdings in Verbindung mit einer anderen Sichtweise, als in konventionellen Gärten, in denen die Böden laub- und „unkraut“-frei gehalten werden und künstliche Formschnitte das Bild prägen.
 
Beim Gestalten eines Naturgartens werden Pflanzen nach Möglichkeit so gesetzt, dass sie kaum geschnitten werden müssen. D.h. entsprechend ihrer zu erwartenden Wuchsgröße ausreichend Abstand zu Grenzen usw. gehalten wird. Somit bleibt der natürliche Charakter der Pflanze erhalten und die Pflege beschränkt sich auf gelegentliches zurückschneiden einzelner Triebe. Das benötigt zwar mehr Platz, bietet aber auch Blüten, Duft und Fruchtschmuck im Gegensatz zu einer schmalgeschnittenen Thujahecke. Wenn der Platz nicht ausreicht, gibt es auch ausgelesene schmalwüchsige Gehölze (www.ahornblatt.de) oder findet sich eine andere Lösung als Sichtschutz wie z.B. kreativ gestaltete Sichtschutzelemente aus Ästen oder Weidenruten….
Stauden werden so gepflanzt, dass sie den Boden in ein paar Jahren bedecken sollen.

 ackerwachtelweizen

geschlossene Pflanzendecke mit Ackerwachtelweizen

 Das heißt,unerwünschte oder stark wuchernde Wildkräuter und Gehölzsämlinge rechtzeitig entfernen.Dies ist in den ersten Jahren intensiver zu beachten, bis sich die gewünschten Stauden gut etabliert haben. Dabei kann es auch zu Veränderungen kommen, welche Stauden sich wirklich am Standort bewähren, bzw. verdrängt werden. Wenn wir das erkannt haben und zulassen, vereinfacht sich die Pflege. Denn durch eingewachsene, geschlossene Pflanzendecken kommen nur noch in geringem Maße unerwünschte Wildkräuter durch.

Dann bleibt noch das 1 – 2 mal jährliche Abmähen von Blumenwiesen mit Entfernen des Schnittgutes.
 wiese 900
 
Übergänge zwischen Blumenwiesen und Rasen lassen sich einfach mit dem Rasenmäher frei gestalten.
Das Düngen und Spritzen der Pflanzen mit chemischen Präparaten entfällt und widerspricht auch den Prinzipiens des Naturgartens, selbst biologischer Pflanzenschutz ist in der Regel nicht notwendig, womit nochmals Zeit und Kosten wegfallen. Das Rasen mähen ändert sich natürlich nicht und auch an einem Teich müssen gelegentlich zu stark werdende Pflanzen entfernt werden.
Aber insgesamt bleibt im Naturgarten wirklich Zeit zum entspannen, genießen und beobachten, während in konventionellen Gärten oft genug das Gegenteil der Fall ist.
 

 

Skabiose

  
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