Das wichtigste Merkmal eines Naturgartens ist die Bepflanzung mit heimischen Gehölzen, Stauden und Gräsern.  Unser Ökosystem hat sich im Laufe der Evolution auf Pflanzengemeinschaften eingestellt, die natürlich immer wieder Veränderungen ausgesetzt sind, jedoch über Jahre, Jahrhunderte oder Jahrtausende der Anpassung. Diese Veränderungen gehen heute entschieden zu schnell, so dass sich die Tierwelt, insbesondere die der Insekten, dem selten werden oder gar Verschwinden der Nahrungsquellen nicht mehr anpassen kann.

weinrose
Weinrose mit stark gefährdetem Trauerrosenkäfer (Oxythyrea funesta)

Die Prinzipien fehlender Glieder in den Nahrungsketten sind allgemein bekannt.

Es gibt viele Pflanzen und Tiere, die schon vor Jahrhunderten aus anderen Erdteilen eingeführt wurden und sich gut integriert haben, aber auch solche, die teilweise katastrophale Folgen mit sich brachten, wie z.B. Überwucherung vorhandener Flora, Krankheiten oder Tiere ohne Gegenspieler. Und immer wieder treten neue „Epidemien“ in der Tier- und Pflanzenwelt auf (siehe unten).
 

 Impatiens-glanduliferaIndisches Springkraut (Impatiens glandulifera) verdrängt ursprüngliche Ufervegetation;Foto:korina.info   Solidago-canadensisKanadische Goldrute (Solidago canadensis) nimmt Brachflächen ein;Foto:korina.info
      
 

Die Ausmaße der Folgen im Einzelnen sowie im Großen sind uns nur teilweise bekannt!

Entscheidend ist die Geschwindigkeit der Veränderungen und mit einem Naturgarten schaffen wir einen Platz der Ruhe, eine Naturoase und Arche. Auch für uns! Denn auch mit heimischen Pflanzen kann man sich den größten Teil des Jahres über Blüten freuen, die auch noch duften. Beeren und Wildobst haben noch den natürlichen Geschmack und wesentlich höhere Vitamingehalte als Zuchtformen. Das Wissen im eigenen Garten einen positiven Beitrag für die Umwelt zu leisten, tut einfach gut!
Neben diesen Hauptargumenten bieten heimische Pflanzen aber auch den Vorteil, dass sie meist günstiger in der Anschaffung sind und vor allem unempfindlich gegenüber Krankheiten, sogenannten „Schädlingen“ und witterungs-bedingten Härten. Vorausgesetzt sie werden standortgerecht bezüglich Boden- ,Licht- und kleinklimatischen Verhältnissen gepflanzt

 

Klimatisch angepasste und züchterisch ursprüngliche Pflanzen benötigen auch keine Bodenverbesserungen oder Frostschutz und haben erheblich geringere Ausfallraten, sind also in der Vorbereitung als auch in der Folgezeit auf Dauer weniger aufwendig und somit kostensparender.

Haben Sie auch schon oft „besondere“ Pflanzen gesetzt,
die dann nach ein bis zwei Jahren wieder verschwunden sind?
 
Wer sich näher über heimische Pflanzen informieren will, findet unter "INFOQUELLEN" entsprechende Internetseiten.

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